Social-Media-Sucht verstehen: Gibt es „Brain Rot“ wirklich? (S03E06)

Shownotes

Verrotten unsere Gehirne, weil wir zu viele stumpfe und seichte Inhalte in den sozialen Medien konsumieren? Was sagt der Psychologe und Hirnforscher Prof. Dr. Christian Montag dazu? Wir sprechen über Dopamin, Aufmerksamkeit, Strahlung und Elektrosmog. Am Ende der Folge gibt es natürlich wie immer einen Tipp zur Selbsthilfe. „Social-Media-Sucht verstehen“ ist eine Podcast-Staffel der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen e.V., gefördert durch die Techniker Krankenkasse in Hessen.

Infos + Tipps zur Selbsthilfe: https://webcare.plus Transkripte zum Podcast: https://webcare.plus/podcast-mediensucht-verstehen Online-Veranstaltung am 5.11.2026: https://webcare.plus/service/webinare/social-media-sucht-verstehen-webinar-mit-prof-dr-christian-montag Online-Suchtberatung: https://www.suchtberatung.digital/?mtm_campaign=webcare-Podcast&mtm_placement=YT-Shownotes

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Hessische Landesstelle für Suchtfragen: https://www.hls-online.org Christian Montag: https://christianmontag.de

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00:00:00: Brainrod verrotten unsere Gehirne wirklich durch Social Media Nutzung?

00:00:04: Was sagt der Hirnforscher Christian Montag dazu?

00:00:07: Soziale Medien machen abhängig, depressiv und sind gefährlich.

00:00:11: Für Kinder und Jugendliche gehören sie verboten – zumindest wird das aktuell heiß diskutiert!

00:00:17: Aber was davon stimmt

00:00:19: wirklich?!

00:00:20: Wir stellen gängige Social-Media-Mythen auf dem Prüfstand mit Wissenschaft statt Fake News.

00:00:27: Herzlich willkommen zu Social Media.

00:00:29: Suchtverstehen, der dritten Staffel von Mediensucht Verstehen.

00:00:33: Dem Podcast der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen gefördert durch die Technikerkrankenkasse in Hessen.

00:00:39: Mein Name ist Saskia Rösner und mit mir im Studio ist heute wieder Christian Montha.

00:00:43: Hallo, Christian!

00:00:44: Hi,

00:00:44: Saskia.

00:00:45: Wir haben uns in den letzten Folgen die Fragen gestellt.

00:00:48: Erstens gibt es Social-Media-Sucht überhaupt?

00:00:50: Und ... Darüber hinausgehend kann Social Media uns auch auf andere Weise krank machen.

00:00:57: Und heute beschäftigen wir uns mit dem Oxford-Wort des Jahres, zwei Tausend vierundzwanzig, nämlich Brainrodt.

00:01:06: Das heißt Gehirnverrotten übersetzt!

00:01:10: Christian was ist das für ein Phänomene?

00:01:12: Irgendwie krasser Begriff, oder?

00:01:14: Das Gehirn vorrottet.

00:01:15: Klingt

00:01:15: so ein bisschen nach Zombie-Apokalypse.

00:01:17: Ja, ja.

00:01:17: Und da sind wir schon im Bereich der Legenden und moralischen Panik.

00:01:21: Aber ich glaube, wir müssen mal näher draufschauen.

00:01:26: Wie ich das gefunden habe wollte man damit beschreiben, dass wenn man sehr stark seichtes Zeug auf den sozialen Medien konsumiert, dass das jetzt unser Gehirnen beeinflusst.

00:01:37: Also möglicherweise, dass wir weniger aufmerksam werden.

00:01:41: Tatsächlich impliziert aber der Begriff natürlich brainwrot.

00:01:44: Wenn ich das als Sicht eines Hirnforschenden sehe, dass sich da anscheinend massiv was abbaut bei uns im Gehirn.

00:01:51: Das heißt wir müssten natürlich auch Struktur Veränderungen sehen.

00:01:55: Also geht unser Gehirnen die Hardware wirklich kaputt?

00:01:58: Weil wird zu viele oberflächliche Inhalte in den sozialen Medien?

00:02:03: Ja und da muss man ganz klar sagen in der Drastik wie das klingt auf gar keinen Fall.

00:02:12: Wir haben nicht viele Bildgebende Studien zum Thema Smartphone, Sucht oder exzessive Smartphone Nutzung und Social Media Nutzungen.

00:02:20: Was heißt bildgebend?

00:02:21: Bildgebend heißt in der Stelle dass wir unter anderem mit Magnetresonanztomografie arbeiten.

00:02:27: M-R-T Genau das heißt wir legen dann die Studienteilnehmenden Hirnscanner rein Und können dann unterschiedliche Dinge machen.

00:02:34: Wir können entweder die Hirnaktivität aufzeichnen, während Sie uns zum Beispiel irgendwelche Bilder von Ihren Social Media Accounts sehen und das heißt wir wollen gucken wie reagiert das Giren live wenn ich ihm etwas zeige oder wenn es an irgendwas arbeitet?

00:02:51: Das was jetzt für ein Brainrod aber glaube ich interessanter wäre zu sagen... kann ich eine Veränderung in den Hirnvoluminar, also der Größe des Gehirns abbilden über ein Zeitraum.

00:03:03: Also schrumpft mein Gehirn?

00:03:04: Ja genau, das könnte ich ja fragen!

00:03:06: In Gänze oder in Teilen und was wir wissen ist dass es durchaus Zusammenhänge gibt teilweise... Wir haben da selber in einer Studie gemacht die hat gezeigt, dass kleinere Hirnareale des sogenannten Nuklöserkumbins, das ist ein Teil der Belohnungssystems des Geirns das geringere Volumen mit einer objektiv längeren Facebook-Nutzung einhergehen.

00:03:31: Aber querschnittlich, und wir wissen nicht in welche Richtungen die Effekte sind... Die Effekten sind jetzt auch nicht so, dass es alles junge gesunde Leute sind, die wir untersucht haben, dass man sich jetzt irgendwie vorstellen kann, dass das Gehirn da massiv leidet!

00:03:46: Und dann müsste man sagen, wir haben jetzt über fünf Milliarden Social Media Nutzende rund im Globus.

00:03:51: Wir haben über fünf Milliarden Smartphone-Nutzen rum im Globus.

00:03:54: Wenn das massive Brainrod er auslösen würde, dann müssten wir das in ein paar Studien die gemacht worden sind auch mit wenigen Leuten sehen und... Das sieht man nicht!

00:04:06: Ich glaube die interessantere Frage, die wir uns dort stellen können ist um das mal jetzt nur nicht so drastisch zu formulieren weil natürlich auch unsere Psyche, unsere kognitiven Funktionen also wie gut ich Aufmerksam bin, wie ich mich konzentrieren kann.

00:04:24: Das ist natürlich eine Funktion unseres Gehirns.

00:04:26: Schauen wir uns mal die Funktion im Digital-Zeitalter an um zu gucken.

00:04:30: Verändert sich dort was?

00:04:32: Im Kontext der Social Media Nutzung?

00:04:34: Und wer sieht's da aus?

00:04:36: Ja, da ist tatsächlich letztes Jahr ein Durchbruch gekommen wie ich finde durch eine Studie aus den USA die ich gleich kurz vorstellen möchte.

00:04:46: Bevor ich das tue weiß ich aber erstmal wieder auf viele, viele Studien hin die tatsächlich in Zusammengefunden haben zwischen längerer Smartphone oder Social Media Nutzung oder einer suchtähnlichen Form der Social Media Nutzung und einer schlechteren akademischen Performance.

00:05:04: also schlechtere Noten Oder dass die Leute sich schlechter konzentrieren können, aber die Frage ist natürlich da wieder in welche Richtung geht das.

00:05:12: Ist es so, dass diejenigen, die schlechtere Noten zum Beispiel haben sagen auch Menor, meine Noten sind so schlecht, das nervt mich ich will das einfach vergessen und die tauchen dann ab in die Online-Welt um einfach das schlechte Gefühl zu vergessen?

00:05:28: oder ist das an der Konsequenz des viel Nutzen?

00:05:31: Und auch wenn das noch nicht final beantwortet ist, haben eine Studie aus den USA dies letztes Jahr publiziert worden.

00:05:37: Folgendes vorgestellt.

00:05:38: also ganz interessant.

00:05:40: die Studienteilnehmenden wurden gebeten eine App runter zu laden mit der man aus seinem Smartphone alten Nokia Knochen gemacht hat.

00:05:49: Also anderen Worten dass Internet ist dort komplett flachgelegt worden für zwei Wochen.

00:05:54: Das heißt ja mein schönes smartphone.

00:05:57: Was konnte ich damit noch machen?

00:05:58: Telefonieren.

00:05:58: Alle telefonieren, konnte man damit SMS schreiben und Snake spielen!

00:06:03: Ja so das wären wahrscheinlich die Funktionen gewesen sein.

00:06:07: Und das Besondere an der Studie ist, die haben wir also sehr ausgewogen gemacht mit zwei Gruppen.

00:06:12: Die erste Gruppe ist erst mal in die Intervention gegangen und danach haben sie die App-WRD installiert und sind beobachtet worden.

00:06:19: was meinst du mit Intervention?

00:06:20: Intervention heißt also Intervention in dem Fall Ich lade die App runter und blockiere meinen Telefon sodass ich keinen Internetempfang mehr drauf habe und logischerweise sozialen Medien noch nicht benutzen kann.

00:06:33: Und das Besondere an der Studie ist, dass man dann tatsächlich auch jetzt nicht die Leute gefragt hat, sag mal so Suggestiv bist du jetzt aufmerksam oder so?

00:06:42: Man hat den eingeladen und die wurden am Computer mussten je Aufgaben erledigen also um wirklich die Aufmerksamkeitsleistung zu messen vorher und nachher.

00:06:53: Was man gesehen hat nach zwei Wochen ohne Internet auf dem Telefon geht die objektiv gemessene Aufmerksamkeitsleistung nach oben.

00:07:01: Das heißt, die kognitiven Funktionen werden hier an der Stelle besser.

00:07:04: Da hat man zusätzlich in der Studie auch noch Wohlbefinden gefragt.

00:07:08: Auch das ist gestiegen interessanterweise und ich erkläre mir dass so diese Fragmentierung des Alltags über die wir schon sprachen also diese Dauerunterbrechungen dafür sorgen, dass irgendwie die Zeitanheiten in denen ich mich mit irgendwas auseinandersetzen kann natürlich mittlerweile sehr kurz sind.

00:07:24: Wir haben die Zahl bitte jetzt eine Nummer als Zahl nehmen, ohne dass sie repräsentativ ist.

00:07:31: Aber das war auch noch zusammen meiner Ulmerzeit bevor ich an Ioni Macau gewechselt bin, hatten wir ja Apps auf den Telefon der Studierenden installiert natürlich mit deren Einverständnis und wollten wissen wie oft unterbrechen sich die Leute eigentlich im Alltag.

00:07:45: also nur mal kurz die Uhrzeit checken Wenn man davon ausgeht, dass wir vielleicht acht Stunden schlafen und dann ... wenn mir davon ausgehen würden, dass diese Unterbrechung nur mal kurz draufgucken.

00:07:56: Ungefähr gleich verteilt über einen Tag wären was nicht der Falle ist.

00:07:59: Dann wäre die längste Einheit in der man sich konzentrieren kann laut unseren Daten zehn Minuten.

00:08:04: Alle zehn Minuten checken ich das Handy?

00:08:07: Und unterbreche damit irgendwas, was ich grade sonst mache.

00:08:10: Das

00:08:10: Arbeiten

00:08:11: oder das Kochen oder das?

00:08:12: Ich kümmere mich um meine Kinder

00:08:16: Und das sind natürlich Dinge, da entstehen Wechselkosten.

00:08:19: Ich versuche mich gerade jetzt irgendwas hier reinzuarbeiten und dann kommen wir in den Nachricht rein.

00:08:25: Dann bin ich wieder auf dem Telefon drauf, fange da was an und dann komme ich dann zurück.

00:08:29: Das heißt mit Wechsel-Kosten meinst du es braucht einfach dann wie eine bestimmte Zeit um wieder in das, was ich eigentlich gemacht habe, reinzukommen?

00:08:36: Genau!

00:08:37: Die Kosten die durch dieses Hin- und Her-Switchen entstehen zwischen unterschiedlichen Aufgaben.

00:08:42: Ich glaube dass ist ein Problem.

00:08:46: Ich glaube, da hilft es uns schon wenn wir wieder mehr Zeit haben wo wir wenig Unterbrechungen haben.

00:08:51: Das gesagt ich glaub ist das eine nonziertere Form der Debatte als irgendwie von Brainrod zu sprechen.

00:08:59: Ja unser Gehirn ist hoch neuroplastisch.

00:09:01: das heißt alles was wir erleben hier wird zwei dein Gehirns nach diesem Podcast ein anderer als vorher.

00:09:10: Dauernd.

00:09:12: Also da gibt es auch interessante Studien, die zeigen, die legen nahe das ständige Tippen auf dem Smartphone.

00:09:18: Den Bereich wo zum Beispiel Motorik gesteuert wird im Sinne Gehirn verändert, dahingehend dass die Finger stärker repräsentiert sind weil wir natürlich den ganzen Tag irgendwie da feingliedrig auf den Telefon noch oben tippen also ein bisschen wie lernen irgendwie Gitarre zu spielen oder Geige zu spielen ohne dass jetzt die Analogie eins zu eins so stehen lassen zu wollen.

00:09:39: aber unser Gehirn lernt natürlich auch neue Fähigkeiten und all das, was wir erleben.

00:09:45: Das legt sich irgendwo im Gehirn ab.

00:09:47: Wir haben heutzutage allerdings mit den gängigen Bildgemer Verfahren noch nicht die Möglichkeit, diese Mikroveränderungen direkt zu messen sondern wir brauchen dann häufig längere Beobachtungszeiträume umzuzeigen.

00:10:00: auch brunte Studien wenn jemand jonglieren lernt dass sich dann Hirnareale eben besonders herausbilden oder mehr Volumen zeigen an einer gewissen Zeit die dann für visuell räumliches verarbeiten besonders wichtig sind.

00:10:13: also lange Rede kurz sind.

00:10:15: Brainrod sicherlich überzogen, also schon von der Wartungshaltung da verrottet nix irgendwie.

00:10:22: unser Gehirn ist bei Verrotten heißt ja so es hört sich irreversibel an auch die Dinge.

00:10:26: unsere Gehirne ist neuroplastisch.

00:10:27: das kann sich bis ins hohere Alter verändern und auch wieder Volumen aufbauen.

00:10:33: ich glaube wir müssen eher aktuell stärker auf die psychologischen Funktionen gucken und da sehen wir sehr wohl dass diese Dauerbeschallungen möglicherweise zur schlechtere Aufmerksamkeit führt.

00:10:45: Das finde ich hochfasziniert.

00:10:47: unser Gehirn.

00:10:48: Dagegen sieht Kai ja alt aus!

00:10:50: Ja, das Spannende ist natürlich dass gerade jetzt viele KI-Forschenden natürlich daran arbeiten eben online an die Neurowissenschaften zu nehmen.

00:10:59: An die Hirnforschung um die KI-Systeme potenterzumachen.

00:11:02: Das klappt nur bedingt.

00:11:04: und spannend es natürlich auch ob wir durch die aktuelle KI Forschung auch anfangen unser Gehirn besser zu verstehen.

00:11:10: also das haben ja nochmal eine andere Wirkrichtungen die sicherlich in den nächsten Jahren von zentraler Bedeutung sein wird um die Maschineinteraktion besser abzubilden.

00:11:20: Da hab ich auch noch mal einen kleinen Tipp für euch, denn unser Podcastprojekt hier geht ja über mehrere Jahre und auch über mehrere Staffeln.

00:11:28: Wenn man uns bisher damit beschäftigt wie man Mediensucht erkennt haben ein fokussierten Blick auf Videospiel-Sucht geworfen.

00:11:38: Und jetzt beschäftigen wir uns eben mit Social Media oder Social Media Sucht und nächstes Jahr wird es auch noch eine Staffel speziell zu KI Sucht-Fragezeichen geben.

00:11:49: Also, wenn euch das Thema KI interessiert, dann bleibt auf jeden Fall dran.

00:11:52: Abonniert den Podcast damit ihr die Staffel nicht verpasst.

00:11:56: Christian jetzt ... Brainwad haben wir geklärt?

00:12:02: Jetzt hört man ja immer mal wieder auch solche Sachen wie Elektro-, Smog-Strahlung.

00:12:09: Man soll nicht neben einem Handy schlafen, dass gerade geladen wird oder das beim Telefonieren die Strahlung irgendwas kap-.

00:12:18: Was weißt du als Hirnforscher dazu?

00:12:21: Ich will fairerweise erst mal sagen, dass es gar nicht so mein Mann stecken fährt.

00:12:24: Also wo ich mich besonders gut mit auskenne auch nicht fast die Literatur betrifft aber was ich dort mitbekommen habe ein bisschen am Rande ist das wir vor allen Dingen Evidenzieren also wissenschaftliche Befunde aus dem Tierreich haben oder irgendwelche Mäuse mit extrem hohen Strahlungswerten beschalt worden sind, wo man dann teilweise Effekte gefunden hat.

00:12:48: Ich glaube momentan für den humanen Bereich, glaube ich kann man mit aller Vorsicht wohl eher Entwarnung geben.

00:12:55: denn ansonsten würde ich eigentlich erwarten wie lang haben wir jetzt zum Beispiel smartphones auch mit steigenden G-Sequenzen?

00:13:02: Zwei

00:13:03: Tausend Sieben wurde das iPhone eingeführt.

00:13:08: Dann würde ich doch erwarten also wenn dieser ganze Elektrosmog massiv was macht dann müsste ich das hier längst in vielen, vielen Geirnen beobachtet haben.

00:13:18: Oder wird ja auch gesagt wenn es zum Beispiel ein bisschen Kripsarten im Sammau stehen würde, würde ich ja auch erwarten dass da mittlerweile wenn die Zusammenhänge stark wären, dass man das Längs hätte abbilden können.

00:13:30: aber wie gesagt an der Stelle Ich bin dort nicht der Fachmann für.

00:13:35: Aber das sind mal eine Fünfzig Cent zu dem Thema.

00:13:37: Okay Also wenn wir solche Schlagzeilen hören, vorsichtig sein und vielleicht nochmal genauer recherchieren.

00:13:43: Was denn so der die allgemein anerkannte Position gerade ist?

00:13:48: Und nicht irgendwelchen Panikmachereien hinterher auf.

00:13:52: Trotzdem ist es natürlich richtig dass auch diese Netze mit denen wir telefonieren werden stärker über den nächsten Jahre Und das soll jetzt auch keine Panikmache sein, dass man natürlich diese Fragen nicht aus dem Auge verliert.

00:14:04: Das geht um die Gesundheit von Milliarden Menschen, die alle digital unterwegs sind und diese Geräte nutzen.

00:14:11: Ich muss sagen bis jetzt was ich gesehen habe glaube ich gibt keinen Grund zu übermäßiger Sorge.

00:14:18: Okay!

00:14:19: Das ist ja schon mal beruhigend und wir wollen mit noch was Gutes hier rausgehen aus der Folge hast du uns heute wieder Tipps zur Selbsthilfe mitgebracht?

00:14:28: Ja, die Frage ist natürlich schon.

00:14:32: Wir haben ja hier die Folge über Brainrod und wir haben das so ein bisschen ausgemerzt, okay, dass es übertrieben aber wir sehen durchaus, dass eben eine exzessive Form der Nutzung natürlich irgendwie uns ablenken kann und dass wenn nicht so in der Zone drin sind manchmal wie wir sein sollten Und da gibt's ja durchaus die Diskussion darüber Digital Detox, also in dem Fall

00:14:56: digitaler Entzug.

00:14:57: Also am besten gar nicht.

00:14:58: Es geht noch mal runter und machen wir gar nichts.

00:15:01: Und meine Kollegin aus Bochum hat dort eine Studie gemacht um so ein bisschen den Sweetspot zu finden.

00:15:08: die Julia Bralowskaya hat experiment gemacht und die Arbeit von ihr legt nahe dass es besser ist, zum Beispiel Smartphone-Nutzungszeit um eine Stunde zu reduzieren als komplett in Detox reinzugehen.

00:15:26: Und ich glaube das macht durchaus Sinn weil wir haben ja schon irgendwie hier drüber gesprochen in der Sendung, in der Staffel wie die Industrie auch Fear of Missing Out zb auslöst und

00:15:39: also die

00:15:40: Angst etwas zu verpassen Und stückweit ist das ja auch menschlich und gab es schon vor dem Internet-Zeitalter.

00:15:46: Wir sind soziale Wesen, wir wollen natürlich immer wissen was bei uns im

00:15:49: Umfeld stattfindet.

00:15:50: Ja klatt und fahrt am Gartenzaun!

00:15:52: Heutzutage findet man es über Technologie statt und ich glaube komplett zu Detoxen heißt auf einmal dieses ungute starke Fomo Gefühl für über einen längeren Zeitraum ertragen zu müssen.

00:16:05: Das heißt, man tut sich zwar was Gutes aber auf andere Weise auch wieder nicht?

00:16:10: Ja das sind ja so ein bisschen aus der Sozialpsychologie auch diese In-Groob Outgroup Phänomene mit denen ihr dann auch Kinder häufig zieht in den Elternkommen.

00:16:16: alle sagen alle haben Smartphone nur ich nicht und in dem Fall bei Erwachsenen.

00:16:21: irgendwann haben wir alle das Gerät Brauchen ja auch, muss man sagen, auch Smartphone und Co.

00:16:27: teilweise auch im beruflichen Alltag so dass man sich die Frage stellen muss.

00:16:30: ist Detox in diesem Bereich wirklich ein sinnvolles Ziel?

00:16:35: Ich sage immer naja wenn man das mal macht über übers Wochenende um für sich selbst nochmal irgendwie auch zu sehen wie diese Geräte den Alltag dominieren.

00:16:44: okay kann man machen aber ich glaube nicht dass das eine nachhaltige Lösung ist.

00:16:48: das heißt ich glaube es besser ein bisschen zu reduzieren auch einen kleinen Schritten Als Direkte zu sagen, ich lass jetzt generell die Foten von.

00:16:57: Also es fällt uns leichter?

00:16:59: Ist das nicht so unangenehm

00:17:01: und

00:17:02: dann vielleicht ja auch nachhaltiger?

00:17:03: ne?

00:17:03: Alles was wir leichter durchhalten können bleibt ja vielleicht länger so.

00:17:08: Ich kann mir vorstellen eine komplette Abstinenz ist schwierig sein Leben lang durchzuhalten vor allem wenn wir in einer digitalisierten Gesellschaft

00:17:14: leben.

00:17:15: Auch wenn wir noch in Deutschland sind und Digitalisierung ... Wir sind für den Spitzenmeister drin aber... Ist es vielleicht einfacher, in kleinen Schritten voranzugehen als direkt einen großen Sprung zu wagen und bei der Landung dann hinzufallen?

00:17:28: Ja ich glaube hier geht's ja um digitale Teilhabe irgendwo.

00:17:30: Also wenn ich das alles sein lasse irgendwann muss man auch festhalten soziale Medien sind jetzt nicht irgendwie an nur Teufel zeugt.

00:17:38: die Idee dahinter ist ja eine gute.

00:17:41: Es geht ja darum Leute zu verbinden es geht darum idealerweise soziales Kapital aufbauen zu können was auch beruflich helfen kann in solchen Netzwerken.

00:17:50: Das heißt, die positiven Seiten wollen wir nicht vergessen und deswegen ist glaube ich besser einen Schritt einfach zu schauen.

00:17:57: Wo ist es ein bisschen zu viel?

00:18:01: Und das andere ist glaube aber an der Stelle auch wichtig dass man sich mal die Frage stellt vorher naja wenn ich Zeit gewinne Wie möchte ich diese Zeit denn einsetzen, denn viele Menschen haben das auch verlernt.

00:18:13: Die Industrie hat uns ja dazu gebracht in jeder freien Minute.

00:18:17: Es reicht der Hinweis, dass ich mit mir alleine das Gerät in der Hand habe.

00:18:23: Muss mich jetzt irgendwie klar werden?

00:18:24: Was mache ich denn jetzt mit der Zeit?

00:18:25: Da knüpft wunderbar den Tipp!

00:18:28: Der heutige Tipp von... Aktiv gegen Mediensucht an.

00:18:32: Die haben uns nämlich den Tipp gegeben, sich wirklich mal hinzusetzen und zu überlegen was habe ich denn für Alternativen?

00:18:37: Was kann ich mit meiner Zeit sonst anfangen?

00:18:41: In gleicher Weise oder vielleicht sogar noch besser meine Bedrohnisse, die ich gerade habe erfüllt.

00:18:47: Und so ein paar Beispiele, die sie uns genannt haben war zum Beispiel Freunde treffen und zwar in Real Life und nicht nur über den Bildschirm oder sich sportlich zu betätigen, vielleicht auch um ein bisschen Aggressionen mal loszuwerden wenn es einem irgendwie grade nicht so gut geht weil man auf irgendwas sauer ist oder auf irgendwen... Oder auch ganz, ganz toller Tipp ist raus in die Natur gehen.

00:19:08: Ich glaube da kannst du gleich noch was zu sagen denn ich habe gehört dass allein die Farbe grün uns schon besser fühlen lassen soll.

00:19:15: Christian was kannst du mir dazu sagen?

00:19:16: Ja ich kann zumindest sagen Shinronyoku das ist ja diese japanische Waldbadentrend.

00:19:21: der klingt sehr esoterisch ist aber gar nicht esoterischer heißt ich gehe in einer Mittagspause oder abends einfach mal raus gezielten Wald ohne Technologie.

00:19:30: Lass das Grün des Waldes auf mich wirken und nehmen die Natur um mich herum bewusst wahr, dass reduziert tatsächlich dramatisch den Stress.

00:19:39: Also uns geht es deutlich besser wenn wir aus dem Wald kommen und können dort natürlich auch mal unseren Gedanken nachhängen und Probleme lösen auf eine sehr einfache Art und Weise weil wir uns einfach mal die Zeit nehmen um über unseren Alltag zu reflektieren.

00:19:54: Okay also gehen wir nach der Podcastfolge hier noch ne Runde im Wald spazieren.

00:19:58: Super

00:19:58: D!

00:19:59: Let's go

00:20:00: Ihr da draußen, bevor ihr jetzt alle in den Wald rennt, wozu wir euch natürlich nur ermutigen wollen.

00:20:05: Lasst bitte noch einen Like da!

00:20:07: Bewertet den Podcast, teilt die Folge mit einer Person, die euch ständig davon erzählt, dass euer Gehirn verrotten würde und abonniert den Podcast damit ihr die nächste Folge nicht verpasst.

00:20:17: Wir fragen uns nächste Woche nämlich wer denn besonders gefährdet oder anfällig ist für negative Folgen von Social Media.

00:20:24: Konsum Und weitere Selbsthilfetipps könnt ihr auf unserer Website finden www.wepcare.plus, außer Selbsthilfe-Tipps gibt's da auch noch professionelle Hilfsangebote.

00:20:35: falls ihr alleine nicht weiterkommt und falls ihr Fragen an Christian habt dann könnt ihr die am fünften November zwanzig sechsundzwanzig stellen in unseren Webinar.

00:20:45: Anmeldung ist ebenfalls über die Website möglich.

00:20:48: In dem Sinne bis nächste Woche und ciao!